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15. September bis 11. November 2006 |
Sonderausstellung Munkepunke & Eulenspiegel |
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Stets vernetzt mit anderen Schriftstellern, Verlegern, bildenden Künstlern, wirkt er als literarischer Neu- und Wiederentdecker, Verfasser, Übersetzer und Buchgestalter. Neben bekannten Namen wie Else Lasker-Schüler, Alfred Döblin, Ernst Ludwig Kirchner, Heinrich Zille gehört in diesen Umkreis auch der vergessene deutsch-jüdische Lyriker George A. Goldschlag (Berlin 1896 –1934). Meyer verlegte Goldschlags Eulenspiegel-Gedichtzyklus und brachte ihn 1923 in den Braunschweiger „Kammerspielen im Schloss” auf die Bühne. Zeugnisse dieses denkwürdigen Eulenspiegel-Abends sowie die Spurensuche um Leben und Werk Meyers und Goldschlags werden in der Ausstellung dokumentiert. Für Meyer war es eine kurze „Rückkehr zu den Wurzeln”, denn er hatte in Braunschweig um 1900 seine Primanerzeit verbracht, erste Verse verfasst und war auch Wilhelm Raabe begegnet. Zeitlebens blieb er der Region verbunden, in der für ihn begann, was im Berlin der Zwanziger Jahre zur Reife gelangte. Ein jähes Ende brachte das Dritte Reich. Schon vorher jahrelang in Standesorganisationen für Schriftsteller engagiert, blieb er nach der nationalsozialistischen Machtergreifung als Sozialreferent und Lyrikvertreter in der Reichsschrifttumskammer, wo er die Gratwanderung zwischen fortgesetztem Bemühen um hilfreiches Handeln und der resignierten äußeren Anpassung versuchte. Nach dem Verlust seines Besitzes in der bei Kriegsende ausgebombten Wilmersdorfer Wohnung verbrachte er mit seiner dritten Frau sein letztes Jahrzehnt bis zum Tod 1956 in Lübeck – rückschauend, aber auch weiterhin publizierend: „Weil es zu leben gilt” und die „maer von der musa expressionistica” sind bezeichnende Werktitel aus dieser Zeit. Zu seinem 50. Todesjahr und zur Ausstellung wurde in der ehemaligen Friedhosfkapelle in Eulenspiegels Geburtsort Kneitlingen eine Installation errichtet, die an Meyers Gedicht „Till Eulenspiegel” erinnert. Informationen zu Begleitveranstaltungen finden Sie hier. Kontaktadresse:
Mit freundlicher Unterstützung:
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