Eröffnung der Ausstellung „Da ist was im Busch – Max und Moritz zu Besuch bei Till Eulenspiegel“

Eröffnung der Ausstellung „Da ist was im Busch – Max und Moritz zu Besuch bei Till Eulenspiegel“

Drei böse Buben auf einen Streich

1865 hat Wilhelm Busch – nicht ohne Geburtswehen – Max und Moritz das Licht der literarischen und bald auch der Kinderbuch-Welt erblicken lassen, in der es sich zu seinem erfolgreichsten Werk mauserte. Die Curt Mast Jägermeister Stiftung konnte eines der seltenen Exemplare der Erstausgabe erwerben und stellt es derzeit im Till Eulenspiegel-Museum Schöppenstedt der Öffentlichkeit vor. Dank der Busch-Sammlung des Braunschweiger Versandantiquariats Tills Bücherwege hat das Museum der Erstausgabe eine kleine aber feine Ausstellung mit Busch- und Eulenspiegel-Ausgaben sowie Informationen zu Buschs Leben und Werk zur Seite stellen können. Die Ausstellung wurde Freitag eröffnet und ist noch bis zum 27. Oktober zu sehen.

Die Eröffnung war in sieben Streiche gegliedert. Die ersten beiden fanden vor dem Museum und waren den vier Hühnern gewidmet, die dort als Teil der Freilichtausstellung „Schöppenstedt als Buch“ mit dem Fadenbrot kämpfen. Eulenspiegel (Dag Wachsmann) war auch da, doch von Max und Moritz sah man nur die Umrisse in Form von Kronkorken. Sobald der letzte in der Sammelbox gelandet war, tauchten die beiden (Ulrich Herbst und Simone Großhennig) auf und luden die gut 40 Besucher ins Haus, wo schon die Tische gedeckt und dabei manchmal vier Brotstücke zusammen gebunden waren.

Als dritten Streich brachte Eulenspiegel die Hühnergeschichte zu Gehör, ehe ein neues Max- und Moritz-Paar die Gäste begrüßte, nämlich Samtgemeindebürgermeisterin Ruth Naumann und der erste Kreisrat und kommissarische Landrat Martin Hortig, und auf die Bedeutung des kulturellen Engagements im ländlichen Raum hinwies. Dann führte Lehrer Lämpel (Alexander Schwarz) seine Schüler in das Hirn des Eulenspiegel-Lesers und Max und Moritz-Autors. Nach Meinung der „Schüler“ hat Busch die Geschichte vom Hühnerquäler Eulenspiegel nicht verharmlost. Der sechste Streich waren die sachkundigen Erläuterungen, die Ursula Saile-Haedicke zu der Ausstellung gab, ehe als letzter Streich das böse Ende der bösen Buben gemeinsam begossen wurde. Gute Stimmung also trotz dem ernsten Thema.

Eröffnung der Ausstellung „Da ist was im Busch – Max und Moritz zu Besuch bei Till Eulenspiegel“

Eröffnung der Ausstellung „Da ist was im Busch – Max und Moritz zu Besuch bei Till Eulenspiegel“

Eröffnung der Ausstellung „Da ist was im Busch – Max und Moritz zu Besuch bei Till Eulenspiegel“

Fotos: Andreas Thurm

Schreibe einen Kommentar

Ich akzeptiere

Menü schließen