Warum wird ein Politiker (a.D.) selbst zum Künstler – und warum bringt er ausgerechnet Till Eulenspiegel zum Leben? Am Sonntag, den 11. Oktober, um 11 Uhr begrüßen wir Norbert Walter-Borjans zu einem Frühschoppen im Till Eulenspiegel-Museum. Der ehemalige Spitzenpolitiker bringt u.a. eine selbst geschaffene Eulenspiegel-Skulptur mit und spricht mit Museumsleiter Benedikt Einert über Kunst, Politik und Humor.
Ausgangspunkt ist die Entstehungsgeschichte seines Tills: Was reizt Walter-Borjans an der Bildhauerei? Und was verbindet ihn mit dem Narren, der seinen Mitmenschen so gern den Spiegel vorhält? Von dort führt das Gespräch zu persönlichen Erfahrungen aus dem politischen Leben und zu der Frage, wie nah sich Kunst und Politik kommen – und wie viel Abstand sie voneinander brauchen.
Ein kurzer historischer Impulsvortrag von Sebastian Mönnich, zweifellos der unterhaltsamste Historiker an der TU Braunschweig, eröffnet den Vormittag. Er fragt nach dem historischen Verhältnis von Macht und Kunst am regionalen Beispiel und schlägt die Brücke in die Gegenwart, wo Kunst immer noch Herrschaft Glanz verleihen, politische Vorstellungen sichtbar machen und öffentliche Erinnerung prägen kann. Sie kann Macht aber ebenso hinterfragen oder der Lächerlichkeit preisgeben.
Wir laden herzlich ein zu einem Blick hinter politische Kulissen und einem interessanten Austausch. Der Eintritt an diesem Vormittag ist frei, um Spenden wird gebeten.